Leiter des Kreisarchivs

Konstantin Huber

Schweizer Emigranten im Brettener Umland 1648-1740
mit Beispielen aus Bauschlott, Göbrichen und Nußbaum

Der Kraichgau erlitt im Dreißigjährigen Krieg enorme Bevölkerungsverluste. Unter den Zuwanderern, die das Gebiet wiederbesiedelten, bildeten Menschen aus der Schweiz, die aus wirtschaftlichen Gründen ihre Heimat verlassen hatten, die größte Gruppe. Die meisten Kraichgau-Schweizer stammten aus den reformierten deutschsprachigen Kantonen, allen voran Zürich und Bern. Ihre Integration im entvölkerten Kraichgau gestaltete sich weitgehend unproblematisch. Jedoch längst nicht alle Schweizer, die sich im Kraichgau aufhielten, wurden tatsächlich zu

Einwanderern. Viele blieben nur vorübergehend und zogen weiter, manche kehrten wieder in die Heimat zurück. Der Autor stellt Ergebnisse seiner Forschungen vor, die auf den deutschen Originalquellen sowie Unterlagen aus Schweizer Archiven basieren. Er veranschaulicht seine Erkenntnisse anhand von Beispielen aus dem Brettener Umland, vor allem aus den drei Neulinger Ortsteilen Bauschlott, Göbrichen und Nußbaum.