Dieter Cöllen

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Wieso können es Ruinen einfach nicht lassen, uns trotz ihrer bewegten Vergangenheit immer noch erfrischenden Schatten zu spenden? – eine Frage, die mich schon als kleiner Junge bei der Suche nach Eidechsen im Gewirr ihrer Mauerritzen begleitet hat. Zu meinem großen Glück ist mir eine Antwort darauf bis heute erspart geblieben – was Platz schaffte für Neugier, Demut und Träume und den Wunsch, diesen geduldigen Zeugen des Verfalls einmal ein Denkmal setzen zu dürfen. „Quercus suber“ (die Korkeiche) hat mir dieses Verlangen buchstäblich „leicht“ gemacht, denn all die Risse, Brüche und Verletzungen des Steins sind schon in ihrer Rinde festgehalten, und forderten mich auf, sie freizulegen. Eine Arbeit gegen alle Vernunft und Gewohnheit, einzig darauf ausgerichtet, ein möglichst identisches Bild des Alterns festzuhalten, und vielleicht so den seltenen Moment des ungestörten Staunens zu erlangen und zu vermitteln – denn wie schnell ist nichts passiert ...

Why do ruins never cease to provide refreshing shade, despite of their turbulent past? This question occupied my mind from a young age, when I was a boy searching for lizards in the cracks of the ruinous walls. Fortunately, to this very day, I did not receive an answer – instead, it inspired my curiosity, humbleness and dreams as well as the wish of erecting a monument for these patient witnesses of deterioration. „Quercus suber“ (Cork oak) made the realization of these dreams literally „easy”: All the cracks, fractions and damages of the stone are already inherent in the cork’s bark and invited me to uncover them. It is a work against all reason and customs, only focused on preserving the most authentic picture of aging; to acquire and transmit a rare moment of undisturbed awe – because in the blink of an eye, it’s like nothing ever happened.

ISBN 9783948424442

29,90 Euro, 144 Seiten, Hardcover

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